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1. Tag  18.05.2008

Heute beginnen wir unsere Fahrt in die Türkei.
Unser Segelboot ist startklar und es kann losgehen.
Wir starten in Wendlingen am Neckar und fahren mit Auto und Trailer in die Nähe von Regensburg. Dort werden wir unser Boot, die "Summer Wind" zu Wasser lassen.

In den nächsten Wochen und Monaten werden wir an dieser Stelle über unsere Fahrt durch Donau,Schwazes Meer, Marmara Meer bis in die Ägäis berichten.


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2. Tag  19.05.2008

Am heutigen Tag waren wir mit dem Einsetzen unseres Bootes sowie mit dem Ausrüsten und Einrichten beschäftigt. Das Wetter war angenehm aber das Wasser der Donau ziemlich kalt.

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Boot im Wasser u. klar zum Einrichten.JPG



5. Tag  22.05.2008

In den letzten Tagen sowie heute haben wir unsere „Summer Wind“ eingerichtet und Benzin und Vorräte gebunkert. Das Wetter ist schlecht und die Abfahrt daher auf den 24.05.2008 verlegt. Immerhin konnten wir in dieser Zeit gute Informationen und Ratschläge über unsere Reise bekommen. Die Leute der Marina Jachthafen Donautal in Kapfelberg sind überaus hilfsbereit und freundlich.

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7. Tag  24.05.2008

Endlich geht’s los. Donau wir kommen. Die ersten beiden Schleusen,schleusen wir alleine. Das ist sehr gut zur Übung. Die Donau bietet eine Vielfalt an Vögeln, angeberischen Sportbootfahrern, die viele Wellen verursachen und Anglern an jeder Stelle. Kurz nach Regensburg dann das Standbild des Schutzheiligen der Schifffahrt, St. Nikolaus. Es markiert den nördlichsten Punkt der Donau. Aber auch er beschert dem Segler vor der Walhalla, ein wirklich imposanter Bau, kein Seglerglück. Im Oberwasser der Schleuse Straubing übernachten wir, was dank der vielen Care-Pakete von zu Hause problemlos möglich ist.

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8. Tag  25.05.2008

Schleusen um halb acht mit dem Berufsschiff, das mit uns im Oberwasser gehalten hat bei leichtem Regen. Doch im Laufe des Tages wird es wieder sonnig und warm. Und nachdem die Isar sich zu der Donau gesellt hat, erhöht sich auch die Fließgeschwindigkeit der Donau und wir können spritsparender fahren. Im Sportboothafen Hofkirchen verbringen wir ein paar nette Stunden mit Siegrid und Martin, die mit Ihrem Schlauchboot ein Stück der Donau befahren haben.

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9. Tag  26.05.2008

Heute steht Passau auf dem Programm, die Stadt der drei Flüsse Donau, Inn und Ils, auch „Klein-Venedig“ genannt. Beeindruckend ist der Dom St. Stephan mit der größten Kirchenorgel der Welt. Und von den vielen winzigen Gassen Passaus kann man sich nur begeistern lassen. Aber dann sind wir froh, wieder auf unserer Summer Wind zu sein.


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10. Tag  27.05.2008

Heute sehen wir Passau dann aus der Donau-Perspektieve. Allerdings müssen wir auch hier auf den Verkehr achten. Die Fahrgastschiffe nehmen keine Rücksicht. Die Inn bringt einiges an Strömung mit und es ist erstaunlich, um wie viel heller doch das Innwasser ist. Nach der Schleuse Jochenstein, in der wir wieder auf die rücksichtslose weiße Flotte treffen, hissen wir ganz brav die österreichische Flagge. Und da es sehr heiß ist fahren wir wie japanische Touristen mit Regenschirm gegen die starke Sonne.

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11.Tag  28.05.2008

Auf unserer Strecke von Untermühl nach Linz hatten wir zwei Schleusen. In der ersten hätte Anita fast ein Bad in der Donau genommen. Aber alles ging gut. Linz ist nicht übermäßig attraktiv, begrüßt uns aber am Wehrturm mit Glockengeläut der Kirche  am anderen Ufer. An jeder Ecke wird gebaut und man kann nur schlecht fotografieren. Einzig das Landesmuseum, ist eine Aufnahme wert. Und im Hafen Winterlager Linz gibt es als Photomotiv die Filmaufnahmen für den Fernsehfilm SOKO


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12. Tag  29.05.2008

Der heutige Tag brachte uns so starken Wind mit 1,5 Meter hohen Wellen wie auf dem Meer, dass wir an einer Schleuse lange mit dem Ablegen warten mussten und froh waren, den sicheren Hafen zu erreichen.


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13. Tag  30.05.2008

Aus Respekt vor dem Starkwind und der zu erwartenden hohen Fließgeschwindigkeit durch die Engstelle Strudengang, machten wir uns schon um 5 Uhr auf die Strecke. Das Steuern eines Segelbootes mit seinem relativ tiefen Kiel ist unter diesen Umständen recht schwierig. Aber wir wurden belohnt mit einer traumhaft schönen und friedlichen Natur. Hier beginnt auch die Wachau, mit Wäldern, kleinen Ortschaften, Burgen und Ruinen links und rechts der Donau. Und so fällt es uns nicht schwer, bis Krems durchzufahren, 84 km. In Krems läuft doch dann tatsächlich das Motorboot Koblenz (unsere frühere Heimat) ein mit einem sehr netten Ehepaar. Von Ihnen erhielten wir dann noch nützliche Tipps über Wien.


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14. Tag  31.05.2008

Heute gings weiter nach Wien. Das Wetter war wieder sehr heiß, die Fahrt aber ruhig und problemlos. In der Marina Wien mußten wir vom Hafen Ost in den Hafen West wechseln. Das ist mit unserem Boot gegen den Donaustrom sehr schwierig. Doch unser Anlegeplatz ist ok. Am Abend landeten wir dann statt beim Heurigen im Prater. Statt eines nostalgischen Riesenrades, wie ich es mir vorgestellt hatte, steht hier ein riesiger Rummelplatz mit einem verrückten Fahrgeschäft am anderen und Gastronomie wohin man schaut. Und eine Fahrt auf dem Riesenrad ist uns dann für fast 25 Euro pro Person zu teuer.


15. Tag  01.06.2008

Heute ist Sonntag und damit der richtige Tag für einen Besuch im Schloß Schönbrunn. Beim Gang durch die reich ausgestatteten Räume kann man sich fast vorstellen wie es ist, mit einem langen Kleid über den tollen Parkett zu wandeln. Und erst der Park! Ein riesiges Areal, super gepflegt und am Ende jeder Baumallee stehen Brunnen Obeliske oder Statuen. Als wir dann unsere müden Füße auf eine Bank ausruhen, ziehen schwarze Wolken auf. Also nichts wie in die U-Bahn und den Weg zum Heurigen eingeschlagen. An der Endhaltestelle fing es dann so stark an zu regnen und zu hageln, dass wir im Wartehäuschen Schutz suchten. Nach einer Stunde Warten war uns die Lust auf den Heurigen vergangen. Daher fuhren wir zu unserm Schiff zurück zu einem gemütlichen Abendessen.


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16. – 17. Tag  02. - 03.06.2008

Diese Tage verbringen wir im Hafen. Heinrich hat Arbeit für die Firma zu erledigen und ich nutze die Zeit für die große Wäsche. Am Dienstag Abend gingen wir dann zum Essen ins bekannte Schweizerhaus am Prater. Hier konnte Heinrich den Hinterstelzen nicht widerstehen. Nicht was ihr denkt. Hinterstelzen sind riesige Schweinshaxen. Sehr lecker, aber locker ausreichend für drei Personen. Doch mit einem abschließenden Schnaps ist auch das zu verdauen.


18. Tag 04.06.2008

Endlich hatten wir Zeit, uns Wien anzuschauen. Zuerst natürlich zum Stephansdom. Was da als erstes auffällt ist nicht der alles überragende Turm des Doms, sondern die Menschenmassen aus aller Herren Länder. Alles photographiert und filmt. Es ist aber auch überwältigend. Kleine Erker, Figuren und Schnörkel und natürlich das berühmte Dach mit seinen bunten Ziegeln. Doch Wien bietet noch viel mehr. Die Albertina, den Josefplatz, die kaiserliche Reitschule, der Michaelenplatz mit den alten römischen Ausgrabungen, die Hofburg mit dem riesigen Heldenplatz, das Parlament, das Rathaus, die Votivkirche und all die Museen. Was soll man sich zuerst anschauen? Leider sind zur zeit wegen der Fußball EM viele Sehenswürdigkeiten nicht mehr frei zugänglich und schlecht zu fotografieren. Doch der imposante Eindruck bleibt und bei einem Glas Wein kann man alles noch einmal Revue passieren lassen. Das ist besonders im Gewölbekeller der 12 Apostel, einem unterirdischen Stadtheurigen noch aus der Kriegszeit der Türkenbelagerung, eindrucksvoll möglich. Am besten schaut ihr euch Wien selber an. Ach ja, arbeiten muss man überall, nicht nur die Fiaker


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19. Tag  05.06.2008

Heute ist der letzte Tag in Wien. Den nutzten wir, um den beruehmten Naschmarkt zu besuchen. Nicht was ihr glaubt. Nur Suesses, nein auch alles zum Essen, was man sich denken kann. Obst, was wir noch nie gesehen haben, getrocknet und frisch, Gemuese, Fleisch, Fisch, Wein, einfach alles. Schade, dass der Magen so klein ist.  (Foto Naschmarkt 1 und 2)


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20. Tag  06.06.2008

Endlich geht’s weiter. Wir verlassen die Marina Wien bei leichtem Regen in Richtung Slowakei. Hier ist dann die Donau Grnezfluss zwischen Ungarn, Grenzstation Hainburg  (Foto Hainburg) und Slowakei  (Foto Zoll Slowakei). Zoll gibt’s keinen mehr. Auf unserem Weg stellt sich immer mal wieder die Frage, wer ist staerker? (Foto wer ist staerker) Und dann erreichen wir nach sechs Stunden Fahrt Bratislava und machen fest bei Milans Treff.  (Foto Bratislava)


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21. Tag  07.06.2008

Bratislava erreichen wir per Taxi. Es ist eine schöne Stadt, überragt von der Burg Hrad (Foto Burg Bratislava). Leider waren wegen Renovierungsarbeiten viele Teile der Burg gesperrt. Die Stadt selber ist sehr gemütlich mit vielen kleinen Kaffees und Kneipen. (Foto enge Gassen) Und natürlich findet man neben dem Michaelertor, dem letzten erhaltenen Stadttor Bratislavas, dem Martinsdom und dem alten Rathaus (Foto Rathaus) auch die Bronzefiguren überall in der Stadt, besonders den Kanaldeckelgucker (Foto Bronzefiguren). Bei Milan im Hafen trafen wir dann Klaus und Horst, die mit ihrem Boot unterwegs nach Sulina sind (Abfahrt bei Milan 2)


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22. Tag  08.06.2008
Da relativ wenig Wind angekündigt ist machen wir uns trotz trübem Wetter auf die nächste Strecke und werden patschnass (Fotos patschnass und Klaus und Horst) Vor der nächsten Schleuse (Foto Schleuse Gabcikovo) weitet sich die Donau zu einem breiten, seeähnlichen Gebiet aus um dann in den 31 km langen Schleusenkanal einzumünden. Hier muss man sich vor Wind und Wellen in acht nehmen, die auch das Schleusen erschweren. Doch es geht alles gut. Übernachten wollen wir in Komarno. Leider wird der Hafen nicht mehr bewirtet und so müssen wir 2 Stunden auf den Hafenmeister warten und zu allem Pech zieht dann noch ein heftiges Gewitter über uns hinweg.

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23. Tag  09.06.2008

Nach kurzem Besuch in Komarno (Foto Komarno 3) machen wir uns mittags auf die Weiterfahrt nach Esztergom in Ungarn. Hier finden wir Platz in einem netten Seitenarm, ruhig und geschützt, mit einem liebenswürdigen Hafenmeister. Mit Klaus und Horst gingen wir gut essen.

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24. Tag 10.06.2008

Da Esztergom so schön, sauber und gemütlich ist, beschließen wir, noch einen Tag zu bleiben. Wir klettern auf den alles überragenden Dom und dort auf den Turm (über 300 Stufen). (Foto Esztergom 7 und 10). Von hier hat man einen herrlichen Blick über die Stadt und die Donau (Foto Esztergom 18). Nach einem faulen Nachmittag und gutem Abendessen gingen wir früh schlafen.

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25. Tag 11.06.2008

Rechtzeitig machen wir uns auf nach Budapest. Da wir für die Strecke den landschaftlich schöneren Seitenarm (Foto Donauauen1) wählen, müssen wir eine feste Zeit einhalten. Dieser Seitenarm ist wegen eines Brückenbaues nur zeitweise geöffnet.
Budapest erwartet uns mit viel Wind und Wellen. Im Hafen Marina Budapest machen wir Rast und treffen wieder auf Horst und Klaus. Abendessen gab es gemütlich auf dem Steg im Hafen.

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26. Tag  12.06.2008

Nachdem Heinrich den halben Tag gearbeitet hat, und ich große Wäsche hatte, sind wir nach Budapest, eigentlich nach Pest auf die linke Donauseite, gefahren. Hier besichtigten wir die Stephans Basilika (Foto Stephans-Basilika), die Synagoge (Foto Synagoge) und das imposante Parlament. Mit der Straßenbahn ist das alles kein Problem. Trotzdem wird man vom Lärm und Gehetze der Stadt schnell müde. Vor allem hatten wir noch Schlaf von der letzten Nacht nachzuholen. Budapest scheint erst um Mitternacht seine Discos zu öffnen und dann mit unglaublicher Lautstärke die ganze Stadt aufzuwecken.

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27.Tag  13.06.2008

Eigentlich wollten wir uns heute die Buda-Seite von Budapest anschauen. Da wir in der Nacht aber wieder kaum geschlafen hatten, ergriffen wir die Flucht. Außerdem ist Budapest von der Donau aus gesehen sowieso am schönsten. (Fotos Kettenbrücke mit Burg, die Burg, Aufzug zur Burg, das Parlament und Parlament 1, alter Bahnhof, das moderne Budapest) Nach 20 km machten wir in einem Hafen am Arsch der Welt, oder besser am Ende von Budapest fest. Beim Einkaufen in einem kleinen Dorf entdeckten wir dann diesen echten Underberger.

An dieser Stelle senden wir heute besondere Grüße an unseren Starthafen in Kapfelberg. Dank Eurer Tipps sind wir gut vorangekommen.


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26.Tag  13.06.2008

Zuerst eine Richtigstellung.
Klar kann es zum Underberg kein Bild geben, weil es ein Jägermeister war. Das Foto wird hier nachgereicht.
Heute kamen wir von Budapest in Budatenteny, bei Harois Jachtclub an. (Foto Harosi Jachtclub) Er liegt in einem kleinen Seitenarm sehr idyllisch. Wir machten fest und marschierten ins nahe gelegene kleine Dorf. Dort gab es Salami, Brot und Radler zu kaufen, das wir dann noch vor dem Tante-Emma-Laden auf der Treppe verspeisten. Abends saßen wir noch lange mit Klaus und Horst zusammen. Das englische Ehepaar, das auch in Budapest lag, kam dann auch noch.  Zuerst ankerten sie vor der Flussmündung.  Da aber der Wind immer stärker wurde, kamen sie doch in den schützenden Hafen.

27.Tag  14.06.2008

Bei trübem Wetter legten wir ab, nicht ohne uns vorher von Horst zu verabschieden, der seinen Platz im Boot von Klaus zwei neuen Mitreisenden abgetreten hat die in der Nacht mit dem Flugzeug aus Deutschland angereist waren.
Von dem Tagesverlauf gibt es nichts Besonderes zu berichten. Am Abend machten wir dann in Dunaföldvar an einem alten Kahn mit Stegen mitten im Strom fest. (Foto Botel Admiral) Abenteuerlich diese Nacht. Immer wenn ein Schiff vorbeifuhr, knarschte  und schepperte die ganze Anlage und wir wurden hin und her geschleudert. Auch bot die Anlage weder Dusche noch vernünftige Waschgelegenheit. (Waschbecken der Bootsküche)
Doch die Begrüßung war gut. Ein paar junge Leute schenkten uns gleich Wein aus, so dass unser Tagesbedarf an Wein nach einer Stunde gedeckt war. Wir unterhielten uns auf Englisch über dies und das. (Foto Junge Leute) It was nice to meet you.



28.Tag 15.06.2008

Früh morgens ging`s weiter bei trübem Wetter. Doch wir kamen trocken an unserem Zwischenstopp in Paks an. (Foto Paks) Hier kostete das Festmachen schon ein paar Euro. Und da Sonntag war besuchten wir die Kirchen im Ort. Leider waren die meisten abgeschlossen. In einer ev. Kirche wurden wir von einem Pfarrer begrüßt, der Deutsch sprach. (Foto Kirche Paks1 u. Kirche Paks2)

Nach einer Fischsuppe ging`s weiter nach Baja. Hier fuhren wir durch ein schön angelegtes Kanalsystem zum Hafen eines Deutschen, allerdings mit den Beschreibungen aus unserem Donauführer hatte es wenig zu tun, es glich eher einer Reparaturwerkstatt. Zunächst ist der Betreiber Andreas etwas zurückhaltend. Aber am nächsten morgen ist er gesprächiger und hat sogar eine Dusche für uns gangbar gemacht.

(Bei unser Weiterfahrt werden wir feststellen das die Beschreibungen lange nicht mehr denen aus unserm Donauführer entsprechen was Preis und Sanitären Anlagen betrifft.)


29.Tag  16.06.2008

Heute legten wir die Strecke bis Apatin in Serbien zurück.
Das heißt außerdem in Mohacs aus Ungarn ausklarieren und in Bezdan in Serbien einklarieren. In Mohacs machten wir bei Gellert Kiss fest, um von dort die ungarischen Zollformalitäten zu erledigen.
Wir mussten uns an 3 Stellen abmelden: Zoll, Polizei und der Wasserschutzpolizei. Und natürlich wurde unsere Weiterfahrt nach 1,5 Stunden von der Polizei mit dem Fernglas kontrolliert.
Das Einklarieren in Serbien war umständlicher. Anlegen an einem riesigen Schiff (5,- €) an Land die Papiere beantragen (70,-€) bei einem Kapitän, den wir aus dem Nachmittagsschlaf geweckt haben, eine Serbische Flagge erwerben für (5,-€) und eine Wartezeit von fast 2 Stunden. Anschließend kam dann noch die Polizei und Zoll, um unser Boot anzuschauen und nach Alkohol und Drogen zu fragen.
 
Übernachtet haben wir dann in Apatin an einem schönen Bootssteg (Foto Apatin). Der Betreiber Mihail war überaus freundlich, legte Strom und zeigte uns den fast fertigen neuen Yachthafen. Hier gab es auch ein sehr gutes Abendessen in einem Lokal neben der orthodoxen Kirche (Foto Apatin Kirche)


30. Tag  17.06.2008

Heute ging`s früh los, da wir über 100 km bis Backa-Palanka fahren wollten. Also bei der örtlichen Polizei in Apatin abmelden (am Vortag mussten wir uns dort anmelden) und ab.
Landschaftlich bot sich neben Vögeln, Anglern und ab und zu einem Polizeiboot nicht viel. Auf kroatischer Seite, die wir nicht anfahren durften, passierten wir Aljmas mit seiner modernen Wallfahrtskirche (Foto Wallfahrtskirche) In Vukovar waren neben dem Hafen noch einige alte zerschossene Gebäude zu sehen. (Foto zerstörte Gebäude). In Backa-Palanka (Foto Backa-Palanka 1) hatte ein Restaurant in einem Hafen einen Anleger bereitgestellt. Der Steg war abenteuerlich, das Anlegen schwierig, aber das Abendessen super. Der Restaurantbesitzer hatte im Garten einen riesigen Topf über einer Feuerstelle aufgehängt, für ein alljährliches stattfindendes Fischsuppe kochen.


31. Tag 18.06.2008

Nach ruhiger Nacht, allerdings zum ersten mal geplagt von Schnaken, fuhren wir weiter in das berühmte Novi Sad. Die Reise führte durch den Nationalpark Fruska Gora. Klaus und seine Mannschaft haben sogar ein Stück gerudert (Foto Ruderer).
Von den zerstörten Brücken in Novi Sad sieht man nur noch die Pfeiler im Wasser und die Pontons, die die Straßenverbindung sicherten bis neue Brücken gebaut waren. (Foto Brücken) Sonst bietet Novi Sad viele, vor allem orthodoxe, Kirchen, sehr prunkvoll. Neben den prächtigen Bürgerhäusern (Foto Bürgerhäuser) trifft man auch auf Stadtviertel, die den Eindruck erwecken, in einem Dorf zu sein (Foto Stadtgassen). Und in Novi Sad scheinen nur junge Menschen zu leben.
Von der Burg (Foto Novi Sad Burg) hat man einen weiten Überblick über die Stadt und die Donau. Die Burganlage selbst umfasst ein riesiges Gebiet mit unterirdischen Räumen zum Schutz vor den Türken. Schade, dass es so regnerisch war. Abendessen zusammen mit der Rudercrew (Foto Abendessen Novi Sad)


32. Tag  19.06.2008

Die Fahrt nach Belgrad war sehr heiß. Zeitweise kühlten wir uns mit Donauwasser ab. In Belgrad hieß es dann wieder zuerst zur Polizei am Ufer der Save. Sie war nur schwer zu finden, da die riesigen Passagierschiffe die Sicht versperrten. Außerdem war der Anleger sehr hoch und die Formalitäten lästig. Den ersten Yachthafen, den wir dann ansteuerten, haben wir wieder verlassen. Er war teuer und die Leute unsympathisch. Im stillgelegten Handelshafen fanden wir dann Platz beim Bootsclub Dorcol. Die Leute begrüßten uns freundlich, boten ihre Hilfe an und wir unterhielten uns bei Bier und noch eine Weile. Allerdings kann man auch hier nicht wirklich von sanitären Anlagen sprechen.


33. Tag  20.06.2008 

Da wir dummerweise unser Boot gestern Abend zu spät zugemacht hatten, mussten wir die Nacht mit Schnaken verbringen. Dafür hatten wir heute morgen einen Schattenplatz und nutzten die Zeit für unser Tagebuch an Euch. Gegen Mittag gingen wir dann in die Stadt und entschlossen uns wegen der Hitze die Burg (Kalemegdan) zu besichtigen. Hier ging ein leichter Wind, es gab viele Bäume und natürlich die riesige Burganlage mit Panzern und Geschützen und mit Blick auf Donau und Save. (Foto Burg 1+4). Gegen Abend kam dann die Carbonia Crew im Hafen an. Auch sie waren begeistert von den sanitären Anlagen. (Foto san. Anlagen). Hier ein besonderer Gruß an die Familien von Klaus, Volker und Gerhard. Und Horst, hast du nicht Sehnsucht nach der Donau? Nach einem Begrüßungsbier und vielen guten Ratschlägen für die Weiterfahrt auf der Donau vom hiesigen Hafenmeister gab es Abendessen in einem Schiffsrestaurant an der Save.


34. Tag   21.06.2008

Nach diesmal ruhiger Nacht machten wir uns nun auf zur Stadtbesichtigung. Am Platz der Republik (Foto Belgrad 5) in der Stadtmitte flanierten die Leute und die Kathedrale und die anderen Kirchen durften wir wegen unpassender Kleidung (kurze Hose) nicht besuchen. Dafür bot der Markt eine Vielfalt an Obst und Gemüse und ein Internetcafe fanden wir auch. Es gab allerdings auch die Kehrseite (Foto Belgrad 6). Und dann fanden wir diesen schönen VW-Käfer. Er weckte Erinnerungen an alte Zeiten. Uli? (Foto VW). Ist der nicht schön? Abends mussten wir dann Gott sei Dank auch nicht hungern (Foto Wels 1) Das Essen, dass uns die Clubmitglieder zubereiteten war lecker (Foto Wels2)


35. Tag  22.06.2008

Nach einer letzten Dusche an diesem schönen Ort fuhren wir weiter mit Ziel Ram. Wieder mussten wir uns zuerst bei der Belgrader Polizei wieder abmelden. Dann fuhren wir, laut dem Ratschlag der Belgrader, in einen Nebenarm ein. Hier bot sich eine Vielfalt an Vögeln und überall kleine Ausflugsbote und Angler. (Stromarm Forkontumac 1+2). Gegen Mittag erreichten wir Smederevo mit seiner Festung. (Foto Smederenko Festung). Unterwegs stößt man auf der Donau immer wieder auf die verschiedensten Hindernisse; also aufpassen muss der Skipper immer (Foto Hindernis und Hindernis 1). Nach einem Bad in der Donau erreichten wir am Abend Ram mit seiner Burg (Foto Burg Ram). Das Anlegen am Fähranleger war problemlos.


36. Tag  23.06.2008

Obwohl wir Serbien noch nicht verlassen, müssen wir heute in Veliko Gradiste ausklarieren. Am Zollponton herrscht Hochbetrieb. Die großen Schubverbände parken ihre Schubfracht in der Donau und fahren nur mit dem Schubschiff zum Anleger. Wir ergattern eine Platz und Heinrich macht sich auf den Weg für die Formalitäten. Mich legt man dann kurzerhand an die lange Leine, damit Platz geschaffen wird. Nach einem Kaffee wollen wir weiter. Doch dann kommt die Dame aus dem Laden auf dem Ponton und verlangt 30,00 Euro fürs anlegen. Wir wehren uns erfolgreich. Die Landschaft wird nun wieder interessanter und wir erreichen Golubac am Eingeng des Eisernen Tores. Abendessen gibt es ganz romantisch im Hafen (Dinner Golubac)


37. Tag  24.06.2008
 
 
Heute geht’s durch die erste von vier Stromengen der Donau. Vorbei an der Festung Golubac fahren wir ins Eiserne Tor (Foto Festung Golubac). Die Donau wird immer enger und die Berge links und rechts immer höher. Wenn man sich vorstellt, dass wir über versunkene Orte und Kirchtürme fahren, die wegen der Stauwerke einfach versenkt wurden! Fotografieren mussten wir natürlich das Denkmal des ungarischen Verkehrsministers Borosz, der 1886 die Donauregulierung in Angriff genommen hat, und den Kilometer 1000. Von nun an gings bergab. (Foto Felstafel Borosz und FotoTausender). In Donji Milanovac machen wir dann am Ponton fest. (Foto Anleger 1 und 2)


38. Tag  25.06.2008

Heute fahren wir durch die dritte Stromenge, den Oberen Kazan. Wir treffen unterwegs wieder auf das Ehepaar Oehring aus Deggendorf, die ebenfalls die Donau hinab fahren. Leider lassen sich die beiden für Ihre Reise mehr Zeit, so dass wir uns wohl nicht wieder treffen werden. Liebe Grüße an Euch. (Foto Oehring). Die Berge rücken in dieser Stromenge immer näher zusammen. Sie ragen zum Teil über 300 m über uns auf und unter dem Schiff liegen dann noch mal 60 – 70 m. Es ist nicht zu beschreiben, wie imposant diese enge Gasse ist, und im Foto kann man das leider auch nicht festhalten. Der gewaltige, in Stein gehauene, Kopf des König Decebal ist aber mindestens genauso gewaltig und wie die Trajan Tafel extra wegen dem Staudamm an eine höhere Stelle verlegt worden. (Foto Schlucht, Steinkönig). Nun erreichen wir die vorletzte und größte Schleuse der Donau, die Djerdap 1 mit einer Hubhöhe von 2 x 15 Meter. Außerdem gibt es je eine Schleuse auf serbischer und eine auf rumänischer Seite, die im wöchentlichen Wechsel arbeiten. Endlich erhalten wir grün und können einfahren. Hinter uns (Summer Wind und Carbonia) kommen noch 2 Berufsschiffe, von denen einer laut krachend die Schleusenwand rammt. Dann geht’s abwärts. Nach einer halben Stunde öffnet sich das Tor und wir fahren in die zweite Schleusenkammer. Noch mal abwärts. Endlich haben wirs geschafft. (Foto Schiffsanlage) 30 Höhenmeter tiefer streben wir unser nächstes Nachquartier an, Kladovo. Es soll dort sehr schön sein. Doch was für eine Enttäuschung. Schrecklich hohe Stege, keine Leinen an den Mourings und natürlich keine Sanitären Anlagen. Reinfall pur. In der Nacht ändert sich dann auch noch der Wasserstand, so dass wir die Festmachleinen nachstellen müssen.


39. Tag  26.06.2008

Früh am Morgen geht’s weiter. Die Landschaft wird nun immer flacher und wir geben Gas. Am Restaurant Schiff vor der letzten Schleuse machen wir fest. Hier ist dann allgemeiner Waschtag angesagt. (Foto Waschtag)


40. Tag 27.06.2008 

Heute haben wir die letzte Schleuse, die Djerdap 2, (Foto Schleuse Djerdap 2) überwunden. Alles hat gut geklappt. Gleich darauf haben wir in Prahovo aus Serbien ausklariert. Nun sind wir in Bulgarien, also in der EU. Trotzdem ändern sich die Zollformalitäten nicht. In jedem Hafen das gleiche Spiel. Schiffspapiere, Crew-Liste, Stempel und Ausweise werden weiterhin verlangt. In Vidin (Foto Burg Vidin) übernachten wir an einem Polizeiponton mit sehr schmutzigem Zollgebäude.


41. Tag  28.06.2008   

Wir verlassen Vidin enttäuscht von der schmutzigen Stadt. Da wir einen beständigen Rückenwind hatten, setzen die drei Carbonia-Männer  kurzerhand die Segel (Foto Segel 1 und 2). An dem von uns ausgesuchten, schön beschriebenen Weingut, konnten wir nicht anlegen und somit auch nicht dort übernachten. Also suchten wir uns in einem Seitenarm einen Ankerplatz. Sehr idyllisch und ruhig, unser erstes Ankermanöver klappte perfekt. (Foto Ankerplatz) Um an Land zu kommen, mussten wir nun unser Schlauchboot aufpumpen und zu Wasser lassen. Nach dem Abendessen an Bord trafen wir uns zu einer Flasche Wein mit Klaus, Gerhard und Volker am Sandstrand. Da das Wasser in der Nacht um 20 cm fiel, waren wir froh, am nächsten Morgen noch genügend Wasser unter dem Kiel zu haben um heil die Donau wieder zu erreichen.


42. Tag 29.06.2008  

Unser heutiges Ziel heißt Nikopol, 120 km entfernt. Das wird die bisher längste Tour. Wir kommen an dem alten Raddampfer Radetzki vorbei, eine Kopie des bekannten Originals (Foto Radetzki). Die Landschaft ist sehr abwechslungsreich (Foto Landschaft) und die Donau bildet sehr viele kleine und größere Inseln. (Foto Inseln) Man muss höllisch aufpassen, um immer die richtige Fahrrinne zu erwischen. Manchmal hilft uns ein Frachter als Wegweiser durch dieses Labyrinth.


43.Tag 30.06.2008   

Nach einer erfrischenden Dusche geht’s früh weiter nach Russe. Bei heißem Wetter erreichen wir unseren Zwischenstopp Swistov. (Foto Swistov) Wir besichtigten die Stadt kauften ein und brachen nach drei Stunden auf nach Russe. Hier fanden wir Platz in einem schmutzigen Hafen. Es ist einfach schade, was so alles in die Donau geworfen und dort entsorgt wird. Und der ganze Dreck sammelt sich dann in etwas ruhigeren Gewässern wie den Häfen. Russe ist eine moderne Stadt voller junger Leute. (Foto Russe) Heute Abend wollten wir jedoch nur ein kühles Bier.


44. Tag  01.07.2008  
 
Den heutigen Tag nutzten wir zum Stellen des Mastes. Da keine Schleusen oder niedrige Brücken mehr auf unserer Strecke zum Meer liegen, ist das jetzt möglich. Allerdings benötigen wir für diese Arbeit mit allen damit verbundenen Umräumarbeiten fast den ganzen Tag. Das Ehepaar Häcker, das ebenfalls ans Schwarze Meer fahren will, stand mit guten Ratschlägen zur Seite. Mit vereinten Kräften auch der Carbonia Crew war am Nachmittag alles geschafft. Danach war waschen und einkaufen angesagt. Heute hatten wir uns unser Abendessen redlich verdient.


45. Tag  02.07.2008   

Unser heutiges Etappenziel war 120 km entfernt. Nach stürmischer Nacht und bei trübem Wetter gings los. Die Donau begrüßte uns dann auch noch mit starken Gegenwind, hohen Wellen und kappeliger See. Das machte das Fahren sehr anstrengend. Immer wieder schlug die „Summer Wind“ hart aufs Wasser auf. Etwa auf halber Strecke gönnten wir uns allen eine Pause in Tutrakan. (Foto Tutrakan 1) Dort verteilten wir den Ballast an Bord, sprich Beiboot, Landleine und andere gewichtige Dinge, besser, aßen eine Kleinigkeit und als wir weiterfuhren war auch die Donau beruhigt. In Selistra wollten wir zuerst an einem Hotelanleger übernachten. Doch für 60,00 € war uns das zu teuer. Also zur Capitania; die ist umsonst.


46. Tag  03.07.2008   

Die Donau heute sah fast wieder so aus wie am Anfang unserer Reise. Sie wurde wieder ganz eng. So hat man viel mehr Gelegenheit, Natur und Vögel zu beobachten. Die Pelikane postierten sich für ein gutes Photo. (Foto Pelikane) Ich kann euch sagen, es ist schön, diese großen Vögel zu beobachten. In Cernavoda, (Foto Cernavoda) dort wo der Schwarzmeer-Kanal abzweigt, übernachten wir.


47. Tag  04.07.2008 

Auf der Strecke heute nach Hirsova hatten wir Gelegenheit, die Menschen am Donauufer zu beobachten. Mit Kind und Kegel, mit Kuh und Pferd und nicht zu vergessen, mit vielen Angeln, führen sie eine Art Zigeunerleben in provisorisch errichten Baracken. (Foto Kanu Holz, Kanu Pferde 1, Pferde und Berge) Hirsova ist eine ruhige Kleinstadt mit einer alles überragenden orthodoxen Kirche. (Foto Hirsiva Kirche)


48. Tag  05.07.2008   

Nach ruhiger Nacht fuhren wir heute nach Braila, einer riesigen Industriestadt. Hier fallen die sozialen Unterschiede besonders stark auf. Pompöse Stadtteile wechseln mit verwahrlosten Gebieten ab, protzige Hochzeiten mit bettelnden Kindern und alten Leuten. Hier möchte ich nicht wohnen. (Foto Braila alt und modern)


49. Tag  06.07.2008   

Nach einem Gewitter in der Nacht brechen wir auf nach Tulcea, der Stadt am Donau-Delta Anfang. Von hier gehen alle Kanäle durchs Delta ab. Da wir zunächst Rückenwind haben, können wir sogar ein wenig mit dem Vorsegel segeln. Bei Galati, (Foto Kräne) so viele Kräne wie dort habe ich noch selten gesehen, wechselt der Wind die Richtung und segeln fällt flach. Außerdem werden auch die Wellen wieder höher, Wasser spritzt uns ins Gesicht, und erst als wir wieder in Richtung Süden fahren, wird es angenehmer. Wind und Wellen kommen von hinten, sind aber immer noch so stark, dass zu Berg fahrende Frachtschiffe an einer windgeschützten Stelle ankern, um den Sturm abzuwarten. Sie haben gegen Strömung, Wind und Wellen keine Chance. In Tulcea machen wir an einem umgebauten Raddampfer fest, ich kann waschen und duschen. (Foto Tulcea1)


50. Tag 07.07.2008   

Nachdem wir uns einen Erlaubnisschein für das Befahren des Deltas geholt hatten, brachen wir auf in den südlichen Donau-Delta Kanal. Um die Tierwelt genießen zu können, fuhren wir zunächst recht langsam. Als es jedoch immer später wurde, und der Hotelanleger auf halber Strecke nicht zu finden war, gaben wir Gas um St. Gheorge noch im Hellen zu erreichen. Sicher hätte die Strecke in zwei Etappen und ohne Hetze einiges mehr zu bieten gehabt. Und dann sahen wir es zum ersten mal: das Schwarze Meer. (Foto Ausfahrt Schwarzes Meer)


51. Tag  08.07.2008   

Die Carbonias haben sich heute auf die Heimreise begeben. (Foto Abschied) Durch den Kanal nach Sulina und dann mit Bus und Flugzeug nach Hause. Gute Reise. Wir bleiben noch ein bis zwei Tage hier, um uns auf die Weiterreise vorzubereiten. Auch müssen Wind und Wetter passen. Heute wehte ein sehr starker Südwind, nichts für unsere Fahrt nach Süden. So legten wir einen Badetag ein. Das Meer ist gar nicht salzig; sogar die Kühe am Strand saufen es noch. (Foto Mündung)


52. Tag  09.07.2008   

In der Nacht und auch am Tag gibt es immer mal wieder ein Gewitter. Zum Glück treffen wir auf ein junges Paar, das uns mit englisch die Informationen unseres Pontonbetreibers übersetzt. Das Wetter verheißt für heute Regen und für morgen Starkwind aus Süd. Vielleicht kommen wir übermorgen, also am Freitag, hier los. Außerdem erhalten wir hier doch noch einige Informationen über Schutzhäfen bis Constanza. Man trifft doch immer wieder auf hilfreiche Leute. Heute Mittag gab es sogar den besten Fisch gegrillt seit Belgrad.


53. Tag  10.07.2008 

Heute versuchten wir bei Grenzpolizei, Wetteramt und Soldateneinheit Informationen über die westliche Schwarzmeerküste zu erhalten. Leider erfolglos. Auch Internetverbindung gibt es nicht. Also werden wir uns auf die Aussage der Einheimischen verlassen und morgen losfahren in aller Frühe. Wir kauften noch etwas ein, aßen an unserem idyllischen Liegeplatz zu Abend und gingen früh schlafen. (Foto Sf. Gheorghe)


54. Tag 11.07.2008 

Früh morgens um halb sechs gings los. Ohne Frühstück, da uns Beiden schon etwas flau im Magen war. Das Wetter war ruhig, die Wellen nicht sehr hoch. Trotzdem ist es schon ein seltsames Gefühl auf dem Meer. Wie weit ist man von Land entfernt, wie viel Abstand muß man halten? Und dann siehst du nur noch Wasser. Plötzlich taucht am Horizont ein Mast auf, der sich später als Gasplattform herausstellt. (Foto Gasplattform). Als die Wellen uns von hinten überholten, steuerten wir mit Hilfe des GPS Land an. Doch es dauerte Stunden, bis wir endlich die Ansteuerungstonne und schließlich den Industriehafen Cap Midia erreichten.


55. Tag 12.08.2008  

In der Nacht lief der riesige Frachter, hinter dem wir festgemacht hatten, aus. Er hat uns nicht übersehen und so konnten wir am Morgen wohlbehalten den Yachthafen Tomis in Constanza ansteuern. Unter Segel fährt sich gut, aber bei diesen schwachen Windverhältnissen nur 3 -4 Knoten, also ca. 6 -8 km, pro Stunde. Hier im Hafen liegen wir nun sicher und ruhen uns zwei Tage aus. Auch werden wir hier endlich unsere Karten erhalten; hoffentlich. (Foto Hafen Tomis)


56. Tag  13.07.2008 

Wir haben lange geschlafen, gefrühstückt und den Zugang zum Internet genutzt für unser Reisetagebuch. Einige Bilder von Constanza haben wir auch schon. Nachher wollen wir noch zum Strand und uns duschen. (Foto Casino und Hafen Constanza)


57 – 59 Tag  14.07.2008 – 16.07.2008

Da wir nicht, wie auf der Donau, jeden Tag weiter kommen, fassen wir ab jetzt immer mal einige Tage zusammen, ohne Wesentliches auszulassen. Wir sind in Konstanza hängen geblieben, auch ohne Dusche am Strand. Zwar haben wir von einigen netten Leuten im Hafen Karten vom Schwarzen Meer bekommen, so dass wir von unseren elektronischen Karten etwas unabhängiger sind, aber das Wetter meint es nicht gut mit uns. Wir hatten Regen, Gewitter und Sturm und kälter ist es auch geworden. So nutzten wir die Zeit, Konstanza anzuschauen. Hier stehen einige schöne Gebäude, wie zum Beispiel das archäologische Museum, (Foto arch. Museum) aber auch leider viele alte Herrenhäuser, die langsam zerfallen (Foto alte Herrenhäuser). Es fehlt wohl am Geld, trotz EU und vielen teuren europäischen Traumautos. Wie passt das zusammen? In Konstanza treffen wir dann auch ein nettes Ehepaar aus Köln, die das Schwarze Meer ganz umfahren haben. (Foto Yachthafen)

  

60 – 62 Tag  17.07.2008 – 19.07.2008 

Am 17. haben wir in Konstanza Port Tomis ausgecheckt und sind, trotz kräftigem Wind, weitergefahren. In ständigem Sichtkontakt mit unseren neuen Bekannten „La Blanche“ fuhren wir durch die Wellen. (Foto La Blanche) Das gesetzte Vorsegel brachte nur wenig mehr an Geschwindigkeit. Daher liefen wir weiter mit zusätzlicher Motorkraft. Schließlich müssen wir die Etappen schaffen, die teilweise schon 80 – 90 km betragen. Das bedeutet für uns einen Tag mit 10 Stunden auf See. Dafür hatten wir aber auch heute unsere erste Begegnung mit Delphinen. Sie umkreisten unser Boot und sprangen so hoch, dass wir sie hätten streicheln können. Leider war die See so rau, dass wir keine Gelegenheit für ein Photo hatten. Als wir dann in den Hafen Mangalia einliefen, streikte unser Motor. Zum Glück wurden wir von den Kölner am Steg eingefangen. Und nun hieß es: Fehlersuche. Zwei Tage lang baute Heinrich den Vergaser mehrmals auseinander und wieder zusammen, reinigte Düsen, besorgte neue Zündkerzen und Filter, suchte sich telefonischen Rat bei der Servicefirma Schick in Stuttgart und mit vereinten Kräften anderer Segler im Hafen war er schließlich erfolgreich. Jetzt läuft er wieder wie neu. (Foto neue Bekannte)


63 – 66 Tag  20.07.2008 – 23.07.2008

Der 20.07. brachte ruhiges, sonniges Wetter. Das nutzten wir für die weite Strecke nach Balcik. Wir umrundeten das Kap Kaliakra und erreichten unseren neuen Hafenplatz. Leider mussten wir wieder ablegen und zuerst zum Zollponton fahren, da wir nun wieder in Bulgarien angekommen sind. Leider sind auch hier die Zollanleger nicht für so kleine Boote geeignet. Wir hängen an der Mauer wie ein Fisch an der Angel. Um das Boot zu verlassen musst du klettern. Aber zu guter Letzt liegen wir dann doch sicher am Steg. (Foto Hafen Balcik). In Balcik schauen wir uns den schönen Park an und ruhen uns eine Tag aus. (Foto Herrensitz). Er ist mit seinen kleinen Wasserfällen und schattige Plätzchen zum Ausruhen wunderschön. Am nächsten Tag geht’s dann die relativ kurze Strecke nach Varna. Wir hatten fast keinen Wind, nur lang gezogene hohe Wellen von der Seite, sehr geeignet für einen empfindlichen Magen. Da wir schon früh am Nachmittag ankommen, bleibt noch Zeit für eine Stadtbesichtigung. (Foto Hafen Varna, das Meer 1 und 2 und Kathedrale). Da es am Mittwoch Morgen stürmt und regnet, und uns der Hafenmeister von einer Weiterfahrt abrät, sitzen wir wieder einen Tag fest. Hoffentlich kommen wir morgen weiter. Das Ziel lockt immer stärker.

67 – 69 Tag  24.07.2008 – 26.07.2008 

Nachdem die Nacht sehr unruhig war und wir wenig geschlafen haben, wollen wir nur noch weg. Trotz Wind und Wellen fahren wir los. (Foto Summer Wind und Segeln) Als wir aus dem Hafengebiet heraus sind, wird es ruhiger und wir erreichen den etwas schlecht zu findenden Hafen Nessebar. (Foto Nessebar) Das ist ein alter Ort auf einer Halbinsel, stark vom Tourismus geprägt. Zum Glück finden wir noch einen Platz im Yachthafen. Am nächsten Tag fahren wir die kurze Strecke nach Sozopol. (Foto Sozopol) Hier in diesem neuen Hafen gibt es alles was wir brauchen. Wir liegen zum ersten mal an einer Mouringleine. Der Ort gleicht Nessebar mit seinen Holzhäusern und Ruinen. Da es auch zum letzten bulgarischen Hafen nicht weit ist, fahren wir erst spät los. Kurz vor Tzarevo (Michurin) zeiht sich der Himmel zu, die Sicht wird schlechter, aber wir erreichen trocken den Hafen. Hier gibt es dann ein heftiges Gewitter, doch wir sitzen im Lokal und lassen es uns gut gehen.


70 – 71 Tag  27.07.2008 – 28.07.2008 

Hurra, wir haben die Türkei erreicht. Heute haben wir die türkische Grenze auf See überschritten. An Land war die Grenze mit einer riesigen türkischen Fahne auf einem Wehrturm markiert. Als wir in den Hafen Igneada einlaufen machen wir am Grenzposten fest. Dieser will uns eigentlich nicht an Land lassen, da wir noch nicht in der Türkei einklariert haben. Das ist erst in Istanbul möglich. Da wir jedoch eine türkische Aufenthaltsgenehmigung haben, gibt es für uns eine Ausnahme. So können wir zum Essen gehen. Am nächsten Tag geht es bei rauer See und Rückenwind nach Kiyiköy. Ein ganzes Stück des Weges begleiten uns die Delphine. (Foto Delphine) Kiyiköy ist ein reiner Fischerhafen. (Foto Kiyiköy) Dieter und Anita legen am Kai an, wir an deren Yacht. Doch schon nach kurzer Zeit müssen wir Platz machen für Fischer, die ihre Muscheln (Rapanjas) ausladen wollen. Diese Muscheln gibt es nur im Schwarzen Meer und werden von Tauchern aus ca. 20 – 30 Meter Tiefe im Meer gefangen. Erst später können wir an dem Fischer wieder anlegen und uns für die Nacht richten.


72 – 73 Tag  29.07.2008 – 30.07.2008

Heute morgen machen sich unsere Begleiter auf die Weiterreise. Anita und Dieter mit Ihrer Yacht und Sarah und Neville mit Ihrem Katamaran wollen bis Istanbul fahren. Das ist uns für eine Tagesreise zu weit. Außerdem ist der Wind recht stark und so bleiben wir in Kiyiköy. Hier sitzen wir für ein paar Tage fest. Die Leute hier sind sehr nett und hilfsbereit. Ibrahim zeigt uns den Ort, nimmt uns mit in die Nachbarstadt zum Geld tauschen und abends essen wir zusammen. Wir hoffen, bald weiterfahren zu können.

74. Tag  31.07.2008  

Zum Glück sind wir gestern im Hafen geblieben. Der Wind und die Wellen waren zu stark für uns. Allerdings bedeutet dieser Entschluss auch, dass wir nun ein paar Tage in Kiyiköy festsitzen. Und das obwohl wir schnell nach Hause wollen, um unseren Enkelsohn zu sehen. Um die Zeit zu nutzen beschließen wir, mit den Töchtern von Ibrahim (Foto Freunde Kiyiköy) nach Istanbul zu fahren. Daher verankern wir unser Boot fest im Hafen und vertrauen die Aufsicht den Fischern an.


75. – 78. Tag  01.08.2008 – 04.08.2008 

Um halb elf fuhren wir nach Istanbul, ca. 1,5 Stunden Autofahrt. Hier wollten wir in einem Hotel übernachten. Da die Nacht jedoch 70 Euro kosten sollte, nahm uns die Frau von Ibrahim kurzerhand mit zu sich nach Hause. Auch der Versuch, schon einmal in der Türkei einzuklarieren, schlug fehl, da der Einklarierungshafen an das andere Ende von Istanbul verlegt wurde. Also ein etwas erfolgloser Tag heute. Am nächsten Morgen hat uns dann Hüssein abgeholt, dass wir bei ihm schlafen sollten. Das ist besser, da man sich mit ihm und seiner Familie besser unterhalten kann. Istanbul ist eine Riesenstadt mit Verkehr und Trubel wohin man schaut. Und überall ist es schmutzig. Auch ohne etwas zu tun wird man hier gestresst. Am nächsten morgen treffen wir Ömer, der mit dem Flugzeug gekommen ist. Mit ihm zusammen gehen wir auf die Hochzeit von Nuris ältestem Sohn. Nuri kennen wir aus Sigacik. Er ist Obst- und Gemüsehändler in der Türkei. Am 04.08. kamen wir abends wieder in Kiyiköy an. Wir machten unser Boot wieder startklar und gingen früh schlafen.


79. Tag  05.08.2008 

Ganz früh sind wir aufgebrochen, um die ruhigen Morgenstunden zu nutzen. Später werden die Wellen wieder höher und wir sind froh, Karaburun zu erreichen und an einem Fischer festzumachen. Karaburun ist ein kleiner Fischerort, zu dem auch die Einheimischen zum Urlaub machen kommen. Daher gibt es hier einen Campingplatz und einige kleine Ferienhäuschen. Der Hafen soll nächstes Jahr zu einem richtigen Yachthafen ausgebaut werden.


80. Tag  06.08.2008   

Bei null Wind und fast keinen Wellen machen wir uns auf die letzte Etappe im Schwarzen Meer. Es wird eine ruhige Überfahrt. Vor der Einfahrt zum Bosporus stehen mindestens 50 Frachtschiffe vor Anker. Sie warten auf die Freigabe der Einfahrt in den Bosporus. (Foto Einfahrt Bosporus) Hier herrscht Einbahnverkehr. Wir fahren in den Fischerhafen Rumelifeneri. (Foto Rumelifeneri und Blick zurück Schwarzes Meer) Er ist proppenvoll mit Fischerbooten. Wir machen fest und müssen über 4 Boote klettern, um an Land zu kommen. Abends haben wir uns mit Seki getroffen. Wir waren zusammen essen, haben uns den Bosporus von oben (Foto Bosporus und Istanbul von oben) angeschaut und viel erzählt. Auch er hat sich über die enorme Größe unserer Summer Wind gewundert.


81. Tag  07.08.2008   

Da die Fischer heute morgen um 7 Uhr auslaufen wollten, sind auch wir früh auf den Beinen. Allerdings sind wir die Einzigen, die heute den Hafen verlassen. Der Wind hat zugenommen, und wir haben alle Mühe, aus dem Hafenbecken zu kommen. Die Wellen schlagen über das Boot und schon sind wir nass. Und dann geht’s durch den Bosporus, vorbei an Waldgebieten, prächtigen Villen und schönen Uferpromenaden und kleinen Yachthäfen. (Fotos Bosporus kl. Hafen, Brücke, Villen, Gegensätze) Doch je näher wir Istanbul kommen, desto stärker wird der Verkehr auf dem Wasser. Nicht nur die riesigen Frachter, (Fotos Giganten und Giganten2) die uns entgegenkommen, sondern auch die Ausflugsschiffe, die Fährschiffe und die Wassertaxis bestehen auf ihr Vorfahrtsrecht. Und was die für Wellen machen! Wir können kaum fotografieren weil wir uns so fest halten müssen. (Fotos Bosporus Kontrolle und Moschee, Istanbul und Istanbul 2 und 3)) Dann kommt die Ausfahrt ins Marmarameer in Sicht. Wir halten uns rechts und erreichen bald die Ataköy Marina. Das ist die teuerste Marina überhaupt. Allerdings muss man sie anlaufen, da man von hier aus die Formalitäten zum Einklarieren erledigen muss. Auch das Transitlog für die Türkei erhält man hier. Doch dafür muss man durch halb Istanbul fahren. Sehr nervig. Abends sind wir froh über eine warme Dusche und gehen früh schlafen.


82. Tag  08.08.2008   

Heute haben wir uns wieder mit Hüssein und Sena getroffen, die ganz in der Nähe, in Yesilköy,  wohnen. Wir haben Istanbul besucht, Kumkapi, den überdachten Bazar mit seinen vielen Goldläden, den Bazar, in dem es von der Unterhose bis zum Hochzeitskleid alles gibt, und natürlich den alten Bazar, in dem man von den Gerüchen nach Gewürzen und Kräutern ganz gefangen ist. (Fotos Shopping und Istanbul) An der Galatabrücke am Goldenen Horn haben wir uns noch einmal den regen Verkehr auf dem Bosporus angeschaut. (Fotos Bosporus 1 und 2) Dann gings zurück und zum Abendessen in Yesilköy. Das war vielleicht lecker!


83.  -  84. Tag  09.08.2008 – 10.08.2008 


Die beiden ersten Tage auf dem Marmarameer bringen uns über Silivri nach Tekirdag. Silivri ist ein kleiner Fischerhafen mit einer ganz neuen Uferpromenade (Foto Silivri). Hier schlafen wir gut und am nächsten Morgen unterhalten wir uns noch eine Weile mit einem Yachtbesitzer aus Deutschland. Er kommt gerade aus Sarköy, dem Hafen, der noch vor uns liegt. Und Tipps über das Meer kann man immer brauchen. Die Fahrt nach Tekirdag gestaltet sich zunächst sehr gut. Doch dann ziehen dunkle Wolken auf und wir geben Gas so schnell wir können. Ein Gewitter über dem Meer können wir nicht gebrauchen. Endlich erscheint der Hafen und wir machen fest. Das Gewitter lässt allerdings noch etwas auf sich sich warten. Auch gut. Zum Abendessen gehen wir mit Bekannten aus Sigacik, die in der Nähe von Tekirdag wohnen. (Foto Tekirdag2) Morgen wollen wir weiter.


85. Tag  11.08.2008

Irgendwie sieht das Wetter heute anders aus, als die Vorhersage von gestern Abend. Es ist leicht bewölkt. Doch da es im Hafen von Tekirdag so sehr nach Abwasser stinkt, fahren wir los. Doch schon nach der Hafenausfahrt werden die Wellen immer höher und der Himmel zieht sich zu. Daher beschließen wir, den nächsten Hafen in zehn Kilometer Entfernung anzulaufen. Es ist der kleine Fischerhafen Barbados. Hier sind wir vor dem folgenden Sturm und Regen geschützt. Die Fischer sagen für den nächsten Tag genau so schlechtes Wetter voraus. Mal abwarten.


86. Tag  12.08.2008 

Schon um sechs Uhr machten sich die ersten Fischer mit ihren Booten auf zur Arbeit und weckten uns auf. Also machten wir uns fertig und taten es ihnen gleich. Unser Ziel war Sarkoy. Unterwegs kamen wir an dem Weingut, direkt am Meer gelegen, vorbei, an dem wir schon vor Jahren mit dem Motorrad gelandet und freundlich empfangen wurden. Leider haben sie für Boote keine Anlegemöglichkeit. (Foto Weingut Sarkoy). Sarkoy erreichen wir schon am Mittag. Hier ist Markttag. Tausend Dinge kann man hier kaufen, angefangen von Socken über Unterwäsche, Obst und Gemüse, Werkzeug und Spielsachen und vieles andere was man braucht oder auch nicht. Uns fällt die Wahl leicht, da wir keinen Platz an Bord haben. Überhaupt ist Sarkoy von Touristen überlaufen und daher der Wein sehr teuer. In der Nacht läuft dann noch mit viel Getöse und Rangieren ein riesiger Fischdampfer ein und raubt uns den Schlaf.


87. – 88. Tag  13.08.2008  - 14.08.2008 

Auch aus Sarkoy fuhren wir früh los, um die morgendliche Ruhe auf dem Wasser auszunutzen. Obwohl Wind und Wellen von hinten kommen, uns also vorantreiben, kommen wir uns vor wie beim Wellenreiten. Mal sitzen wir hoch auf dem Wellenkamm, dann wieder tief unten im Wellental. Wir erreichen Gelibolu am Nachmittag und können nur schwer die Einfahrt zum Hafen finden. Unser Navigationsgerät zeigt zwar genau an, da aber die Einfahrt sehr schmal ist und genau zwischen den Terrassen zweier Lokale liegt, finden wir sie fast nicht. Außerdem blockieren noch riesige Fährschiffe die Sicht. Wir folgen einem kleinen Fischerboot und legen an. (Foto Gelibolu3) Für den nächsten Tag legen wir noch mal einen Ruhetag fest. So haben wir Zeit, uns Gelibolu anzusehen. Außerdem werden wir von einem Ehepaar eingeladen, die in Deutschland arbeiten und hier ihr Sommerhaus haben.


89. Tag  15.08.2008

Ganz früh machen wir uns auf die letzten Seemeilen mit unserer Summer Wind auf unserer Reise in die Türkei. Unser Entschluss steht fest, die restliche Strecke von Canakkale aus werden wir auf dem Landweg zurücklegen. Wir haben die Donau, das Schwarze Meer, den Bosporus, das Marmarameer und die Dardanellen befahren. Die Ägäis läuft uns nicht davon. Diese Strecke wollen wir uns später einmal in aller Ruhe anschauen. Jetzt schrecken uns der starke Wind und die Strecken übers Meer abseits der Küste mit unserem doch recht kleinen Boot ab. Außerdem hat unsere Energie nachgelassen und wir wollen auf den letzten Seemeilen nicht noch unsere treue Summer Wind riskieren. Doch zunächst heißt es, nach Verlassen des Hafens, Queren der Schifffahrtsstraße. Und das ist bei dem regen Verkehr von Fracht- und Fährschiffen nur mit äußerster Vorsicht zu bewerkstelligen. Dann geht es an der Küste entlang. Kurz vor Canakkale verengen sich die Dardanellen und machen eine fast rechtwinklige Kurve. Davor stauen sich die Wellen auf, um danach umso schneller um die Kurve zu sausen. Dazu kommt noch eine starke Strömung. Das gibt Fahrt und Wellen aus allen Richtungen. (Fotos Nadelöhr Canakkale, Canakkale Einfahrt) Glücklich und etwas traurig erreichen wir gegen Mittag den Hafen von Canakkale. Wir machen fest und räumen unser Schiff auf.

  

90. Tag  16.08.2008

Der Kran ist auf zehn Uhr bestellt. Den Mast legen wir erst, wenn er da ist, das ist einfacher. Alles verläuft dann ein wenig hektisch. Das Gestell auf dem LKW ist so für den Transport nicht geeignet. Also fahren die Helfer los und besorgen dann noch Autoreifen als Auflage (Foto transportfertig) . So geht’s; unser Boot wird sicherer festgezurrt und dann geht es 300 km über Land. Wir brauchen dafür sieben Stunden. Schlagloch an Schlagloch, steil den Berg hinauf und wieder hinunter, die Summer Wind ruckt und schaukelt hin und her. Ich schwitze Blut und Wasser und bin mindestens so angespannt, wie bei unseren stärksten Wellen auf dem Meer. Endlich erreichen wir Sigacik. Der Kran ist auch schon da und ein Platz zwischen den Fischerbooten ist schnell gemacht. Nun kommt Die Summer Wind zum ersten mal in Ägäisches Wasser. Viele Leute sind als Zuschauer und zur Begrüßung gekommen. Kaptan Ali und Heinrich fahren das Boot dann zum Steg. Leider kann es dort nur über Nacht liegen, da der neue Eigentümer des Hafens die Liegeplätze noch nicht freigegeben hat. Für uns gibt es zunächst mal ein kaltes Bier und einen guten Fisch zum Abendessen. Ausräumen tun wir morgen. Doch dann gibt es noch eine Überraschung. Vor unserer Hausfassade hängt eine riesige Leinwand, auf der Gustav unsere Reiseroute eingezeichnet hat. Super Idee, vielen Dank. (Fotos Empfang 3 und Empfang 5)



Hier endet jetzt unser Reisetagebuch. Wir hoffen, es hat allen Freunden und Interessenten Spaß gemacht, uns zu begleiten. Wir möchten uns auch herzlich für die vielen lieben Grüße in unserer Gästeliste bedanken. Es war immer wieder schön, von Euch zu hören. Auch in Zukunft werden wir regelmäßig unsere Webseite kontrollieren, so dass sie auch weiterhin als Besucherplattform genutzt werden kann. Wer spezielle Fragen zu unserer Reise hat, kann gerne seine E-Mail Adresse hinterlassen. Wir werden auf jeden Fall antworten. Wer weiß, vielleicht gibt es das Ganze ja auch einmal in Buchform.